Leistungsfähigkeit

Pflanzliche Zutaten sind nicht nur klimafreundlich und günstig, sondern auch eine gute Grundlage für ein gesundes Verpflegungsangebot

Die moderne Gemeinschaftsverpflegung setzt zunehmend auf ein Angebot gesunder Produkte – nicht zuletzt weil die Gäste dieses verstärkt nachfragen. Zu Recht, denn eine durchdachte Mittagsmahlzeit kann die tägliche Leistungsfähigkeit steigern, was vor allem für Betriebs-, Schul- und Universitätsverpflegungen interessant ist.

Die Versicherungskammer Bayern geht seit Jahren neue Wege bei der Betriebsgastronomie, unter anderem wurde vor zwei Jahren ein vegetarischer Tag in ihren Casinos eingeführt. Darüber hinaus gibt es weitere Maßnahmen rund um das Thema Ernährung und Gesundheit. Neben diversen Gesundheit-saktionen und einem hauseigenen Newsletter gibt es tagesaktuelle Ernährungsempfehlungen und individuelle Ernährungsberatungsgespräche.

Argumente für eine gesundheitsbewusste GV-Philosophie bietet eine Studie, die den Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung, Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz offenkundig aufzeigt. Verglichen wurden die Auswirkungen einer Mittagsmahlzeit, die den von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) als „gesund“ empfohlenen Richtwerten entspricht und die einer „ungesunden“ Mahlzeit.


Das Ergebnis: Ein Mitarbeiter fühlt sich wohler, wenn er sich gesund und zugleich ausgewogen ernährt. Typische „Mittagtiefsymptome“ (Stichwort „Suppenkoma“) wie Völlegefühl, Sodbrennen oder Müdigkeit kommen seltener vor, wenn er zu Mittag eine gesunde Mahlzeit zu sich nimmt.

Dieses Wohlbefinden kann wiederum Einfluss auf die individuelle Leistungsfähigkeit nehmen. Vier durchgeführte Konzentrationstests zeigten, dass Teilnehmer, die gesunde Mittagsmahlzeiten zu sich nahmen, um bis zu 3 Prozent bessere Ergebnisse erzielten.
 

Infos zur Studie erhalten Sie direkt bei Herrn Giebel von der Versicherungskammer Bayern unter Swen.Giebel(at)vkb.de.

Klimafreundliche pflanzliche Zutaten machen es in der Regel einfach, eine gesunde Mahlzeit anzubieten, da sie eine relativ niedrige Energiedichte bei vergleichsweise hohem Nähr- und Wirkstoffgehalt aufweisen.

Neben der unmittelbaren Leistungssteigerung können sich auch langfristig positive Effekte einstellen: Eine Gemeinschaftsverpflegung, die verstärkt auf schmackhafte und kreative vegetarische Gerichte setzt und zusätzlich Informationsmaterialien über die Hintergründe zur Verfügung stellt, bietet den Gästen eine überzeugende Motivation für eine gesündere, ausgewogene Ernährung und einen maßvolleren Umgang mit Fleisch. Hier sind innovative Kommunikationskonzepte gefragt, die den Gast dazu animieren, neu gewonnene Erkenntnisse in der Praxis zu erproben. Durch ein neues Kommunikationskonzept, das jüngst mit dem INTERNORGA Zukunftspreis 2013 ausgezeichnet wurde, versucht die Versicherungskammer Bayern diesem Anspruch gerecht zu werden.

Ernährungsexperten halten den zu hohen Pro-Kopf-Verzehr an Fleisch, Fisch und anderen tierischen Produkten für einen wesentlichen Auslöser vieler ernährungsmitbedingter Krankheiten z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes. 1,2 Kilogramm pro Woche verzehrt der Bundesbürger – maximal 300 bis 600 Gramm in der Woche werden je nach körperlicher Konstitution empfohlen. Eine vegetarische Ernährung wird mittlerweile auch von der DGE empfohlen.