Lagerung & Verarbeitung

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Klimabilanz unserer Ernährung ist die Lagerung und Verarbeitung.

Tiefgekühlte Lebensmittel benötigen schon in der Verarbeitung viel Energie. Aber vor allem später bei der Aufrechterhaltung der Kühlkette und bei der weiteren Lagerung wird viel Energie benötigt. Das verursacht erhebliche Treibhausgas-Emissionen. Auch andere Formen der Haltbarmachung von Lebensmitteln, wie Kühllagerung, oder auf Erhitzung basierende Methoden wie Pasteurisierung, Sterilisation, Blanchieren oder Trocknung verbrauchen viel Energie.

Ein Kilogramm rohe Kartoffeln, das im Keller ohne künstliche Kühlung gelagert werden kann, verursacht laut Öko-Institut Freiburg nur rund 4 % der Klimabelastung verglichen mit
einem Kilogramm Tiefkühl-Pommes-Frites. Gering verarbeitete Produkte sind daher in der Regel klimafreundlicher als stärker verarbeitete Produkte. Die letzte Verarbeitung zuhause, also das Kochen, Braten, Backen usw., spielt abschließend nochmals eine Rolle in der Gesamtbilanz eines Lebensmittels.

Zusammengefasst sind pflanzliche Produkte, also z. B. Gemüse oder Obst, die regional und saisonal mit dem Fahrrad oder zu Fuß gekauft werden, die keine spezielle Lagerung benötigen und die vielleicht sogar noch roh verzehrt werden können, ideal für eine perfekte Klimabilanz.

Um es bei diesen vielen Einflussfaktoren nochmals klar zu betonen: Die deutlichste Entlastung für das Klima ist durch eine Reduktion von Tierprodukten erreichbar.    

Literatur

  • Öko-Institut Freiburg/BMBF-Forschungsprojekt „Ernährungswende“, Diskussionspapier Nr. 7: Umweltauswirkungen von Ernährung – Stoffstromanalysen und Szenarien. www.ernaehrungswende.de/fr_ver.html  (2005)