Biologisch

Emissionen in der Landwirtschaft

Produkte aus ökologischer Landwirtschaft sind meist klimaschonender als solche aus konventioneller Landwirtschaft.

Speziell die Vermeidung von leichtlöslichen Stickstoff-Mineraldüngern reduziert den Ausstoß von Treibhausgasen wesentlich, da zur Herstellung dieser Kunstdünger große Mengen an Erdgas und Erdöl benötigt werden. Und noch wichtiger: Der Mineraldüngereinsatz verursacht deutlich höhere Lachgas-Emissionen als organische Dünger. Lachgas ist eines der Treibhausgase, die für den Klimawandel Hauptverantwortlich sind.

Bio-Ackerböden haben fast immer höhere Humusgehalte und binden daher wesentlich größere Mengen an Kohlendioxid als konventionell bewirtschaftete Böden.

Zudem sind Importe von Futtermitteln wie Soja aus Übersee in der biologischen Landwirtschaft kaum bis gar nicht üblich und in vielen Bio-Gütesiegel-Programmen sogar explizit untersagt.

Gerade der Sojaanbau für Futtermittel, die in der konventionellen Intensivtierhaltung verwendet werden, ist ein Hauptverursacher für die Brandrodung von Regenwäldern. Über 80 Prozent der Weltsojaernte landen als Tierfutter in der konventionellen Landwirtschaft, darunter fast die gesamte Population gentechnisch veränderter Sojabohnen sowie fast alle Sojabohnen aus Regenwaldgebieten.

Die genannten Vorteile der Biolandwirtschaft überwiegen die möglichen Nachteile wie den teilweise größeren Flächenverbrauch wegen geringeren Erträgen pro Quadratmeter.

Diese Nachteile sind aber die Ausnahmen von der Regel: Insgesamt betrachtet schont die ökologische Landwirtschaft das Klima und die Umwelt. Weiterhin fördert sie: Humusbildung, Artenvielfalt, Energieeinsparung und Gewässerschutz.

Klimabilanz für Nahrungsmittel aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft beim Einkauf im Handel

Anmerkung:

In diese Bilanz wurden die Verarbeitung und Kühlung der Nahrungsmittel sowie Transporte einbezogen, sofern sie relevante Prozessschritte darstellen.

Um die Emission aller Treibhausgase mit einem Wert quantifizieren zu können, wird die Klimawirksamkeit von Gasen wie Methan oder Lachgas in die von Kohlendioxid umgerechnet. Dieser Wert wird als CO2-Äquivalentwert (CO2e) bezeichnet.