Klimaschutz bei der Ernährung

Eines ist sicher: Der Ernährungsbereich ist in der öffentlichen Meinung der am meisten unterschätzteste Bereich, wenn es um Klimaschutz geht. Dabei können wir gerade bei der Ernährung enorm viele Treibhausgase einsparen – oft mehr als in anderen Lebensbereichen wie Heizen, Energie oder Verkehr.

Treibhauseffekt verschiedener Ernährungsweisen

Der wichtigste Punkt: Je weniger Tierprodukte, desto besser fürs Klima. Pflanzliche Lebensmittel verursachen immer deutlich weniger klimaverändernde Gase als vergleichbare Tierprodukte - nicht selten nur ein Zehntel davon! Der Beitrag von Tierprodukten an der weltweiten Klimaveränderung wird von vielen renommierten Institutionen wie der UNO-Landwirtschaftsorganisation FAO höher eingestuft als der gesamte weltweite Verkehr mit allen Flugzeugen, LKWs, Autos, Schiffen, Zügen usw. zusammen.

Wichtig ist auch, auf Regionalität und Saisonalität zu achten, wobei wir aber nicht vergessen sollten, dass unsere eigene Einkaufsfahrt manchmal weit mehr wiegt als der Transport von Lebensmitteln um die halbe Welt. Beim Transport der Lebensmittel bis zum Einkaufsmarkt werden nämlich üblicherweise sehr hohe Mengen auf einmal transportiert, wodurch der Anteil der Treibhausgase vom Transport für ein Kilogramm des Lebensmittels oft gar nicht so hoch ist wie vermutet. Wenn wir selbst dann aber zum Einkauf ein paar Kilometer mit dem Auto fahren und auch nur wenig einkaufen, kann unser Anteil für ein Kilogramm des Lebensmittels oft viel höher sein.

Ein weiterer Schritt zum Klimaschutz: Bioprodukte bevorzugen! Mehr noch als das Klima schützen Bioprodukte zudem auch die Böden, das Wasser und die Artenvielfalt.

Und nicht zuletzt: Auch bei der Lagerung der Nahrungsmittel können wir Energie sparen und damit das Klima schützen: Durch effiziente Kühlgeräte, oder beispielsweise durch die Bevorzugung frischer Lebensmittel, die rasch verarbeitet werden, anstatt das Essen wochenlang tiefgekühlt zu lagern.