Gesund und umweltbewusst auch im Care-Sektor

Die Bremer Heimstiftung punktet mit dem Veggietag

Dass Klimaschutz auch in Bereichen der Gemeinschaftsgastronomie möglich ist, in denen sehr hoher Kostendruck herrscht und die Gäste sehr individuelle Bedürfnisse haben, beweist die Bremer Heimstiftung. Die Stiftung bietet verschiedene individuell abgestimmte Pflege- und Wohnkonzepte für Senioren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen an.

Wohnbereich und Wohnen mit Service: In den großzügig angelegten Wohn-Appartements der Bremer Heimstiftung wird Individualität ganz groß geschrieben. Man entscheidet selbst, ob man seinen Haushalt selbständig führen oder welches der Angebote man nutzen möchte. So kann man beispielsweise seine Mahlzeiten im Restaurant einnehmen und in der Regel zwischen 2 bis 3 Gerichten auswählen.

Pflege- und Betreuungsbereich: Dieses Angebot richtet sich an ältere Menschen, die pflegebedürftig sind und eine umfassende Betreuung benötigen. Die Versorgung wird über das Hausgemeinschaftskonzept sichergestellt. Hauswirtschaftliche Mitarbeiterinnen kochen vor Ort unter Berücksichtigung der Essbiografien und der Teilhabe der Bewohnerinnen.

Lange suchten die Mitarbeiter der Heimstiftung, welche insgesamt 28 Anlagen, darunter 15 stationäre Einrichtungen, betreut, nach Möglichkeiten die Gesundheit der Senioren zu verbessern und die Umwelt zu schonen. Dabei fiel auf, dass die meisten Senioren mehr als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Menge Fleisch von 400 g zu sich nahm. Die Umstellung auf eine fleischreduziertere Verköstigungsform bot zusätzlich den Vorteil, schnell und unkompliziert große Mengen an Treibhausgasen einzusparen.

Wir wollten den Verzicht auf Fleisch niemandem aufzwingen. Deshalb haben wir, begleitet von Plakaten, Flyern und Informationsmaterial, den Veggietag eingeführt. An diesem Tag sind zwei der drei angebotenen Gerichte im Restaurant vegetarisch. So bleibt auch die Wahlmöglichkeit bestehen. Die Kampagne Veggietag bereichert das Zusammenleben und bringt neue Impulse, sie wird deshalb auch nicht als Verzicht wahrgenommen.

so die Verpflegungsverantwortliche der Stiftung, Monika Böttjer.

Eine besondere Herausforderung für Seniorenheime sieht sie darin, dass es viele verschiedene Bedürfnisse zu berücksichtigen gibt und Senioren oft neuen und exotischen Lebensmitteln und Gerichten eher distanziert begegnen. Ein weiteres inzwischen bewältigtes Problem war die Frage, ob der Veggietag für alle Gäste/Senioren gleichermaßen praktikabel sein würde. Deshalb werden bewusst ältere und traditionelle vegetarische Rezepte oder vegetarische Varianten bereits bekannter Speisen zubereitet. Gangbar war es im Endeffekt, den festen Veggietag in den Restaurants einzuführen, weil er dort als Bereicherung wahrgenommen wurde. Im Pflegebereich (aufgrund der Bewohnerorientierung beim Kochen vor Ort sowie der unterschiedlichen Diätanforderungen) wird er nicht konsequent an einem festen Tag durchgeführt, sondern die traditionellen fleischlosen Gerichte werden so angeboten, wie die Bewohnerbedürfnisse es zulassen. Auch auf eine umfangreiche, fundierte und ansprechende Informationskampagne wurde großer Wert gelegt. Insgesamt 600 von 2 500 Senioren beteiligen sich am Veggietag, der sowohl der Umwelt als auch ihrer eigenen Gesundheit zu Gute kommt.

Anschrift & Kontakt

Bremer Dienstleistungs-Service GmbH
Ein Unternehmen der Unternehmensgruppe Bremer Heimstiftung

Oberneulander Landstr. 70
28355 Bremen

Ansprechpartnerin: Monika Böttjer

E-Mail: info(at)bremer-dienstleistungen.de 
Internet: www.bremer-dienstleistungen.de